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Berufliche Erfüllung und Liebe - was im Weg steht, wird zum Weg.

Aktualisiert: 16. März 2023



Kurz vor meiner Trennung, wurden mein Partner und ich in der Paartherapie gefragt: «Was war es in, dass ihr Euch am anderen verliebt habt?» ich sehe so viele Parallelen zum Beruf. «Was war der Grund, warum du dich für deinen eingeschlagenen Weg entschieden hast? In was dieses Lebensweges hast du dich verleibt» War der Grund für die Partnerschaft, die Verliebtheit, die Leidenschaft, war es Torschluss-Panik oder war es der Grund Dritter – also eher eine Zwangs-Ehe? Ich war bei meiner Berufswahl verliebt in den Ski-Sport und Maria Walliser und Franz Heinzer Fan, sie trugen die Stirnbänder mit den drei Schlüsseln. Es war also diese Marke, dieses Gefühl meines unbeschwerten Lebens, dass mich zur Lehre beim Bankverein bewog. «Würdest Du dich heute nochmals um diese Stelle/diese Lehre bewerben? Würdest du noch diesen genau gleichen Job machen wollen? Gibt es ihn noch diesen gleichen Job? Was reizt Dich heute an Deinem Job? Was hat sich im Gegensatz zu früher verändert? Was ist gewollt und was musstest du so hinnehmen?» Ich wollte immer meine Ideen umsetzen – jung war ich formbar, passte mich an, wollte in kurzer Zeit viel lernen um Karriere zu machen. Mein Stolz war ich immer und überall die jüngste und oft einzige Frau in meiner Position. Ich holte mir Anerkennung, die ich mir selbst zu dieser Zeit nicht geben konnte. Bis ich in einer tiefen Lebenskrise begriffen habe, dass mich nicht die Anerkennung Dritter glücklich macht sondern die Umsetzung meiner Ideen. Was mir im Weg stand, die Anerkennung Dritter und eine Anerkennung, die ich mir selbst nicht geben konnte. Ein über 20-jähriges Studium zu meiner Person, verhalf mir zu tun, was ich heute tue. Ich bin Sara, ich darf mit meiner Leidenschaft Kreativität und Menschen, berufliche Erfüllung erleben im Tun. Für mich ist heute der berufliche Teil des Lebens wie eine Liebesgeschichte. Im Grund genommen ist doch die Frage «Willst du mit mir gehen»? Die Frage «Willst du mit mir eine lernende Organisation eingehen»? Wir verändern und entwickeln uns sowie ein Job nicht vor 30 Jahren in Steine gemeisselt wurde und immer so bleibt, so wird eine Beziehung nicht in Steine gemeisselt und bleibt für immer so. Der Grund dafür liegt auf der Hand…es geht um Menschen. Wo Menschen zusammenleben, arbeiten, wirken gibt es Veränderung, gibt es Emotionen, gibt es Entwicklung. Einige sind gewollt und andere sind ungewollt. Nach meinem Schlaganfall als ich alles so langsam wieder machen konnte, was für andere selbstverständlich ist, war ich für mein Umfeld wahrscheinlich unausstehlich. Ob spazieren in der Natur, Skifahren oder an den See chillen. Ich erwähne im endlos Loop wie unglaublich schön das ist. Wie schön es ist ein paar Züge schwimmen im See, wie schön der Wald ist, wie schön die Berge sind, wie unglaublich toll die Schneeverhältnisse sind selbst wenn sie wohl objektiv gesehen eher einem «Gras-Skifahren» ähnelten. Schon wieder kam mir die lernende Organisation in den Sinn. Mein Umfeld musste lernen, dass sie nun noch dankbarer ist als früher und ich musste lernen, dass Menschen, die nicht dieselben schönen Empfindung haben wie ich, nicht schlecht oder Dauer-Pessimisten sind. Es sind Menschen mit einer anderen Geschichte. Und so oft im Alltag gerade im beruflichen Alltag sind Menschen mit völlig anderen Geschichten und noch anderer Prägung zusammen am «werkeln» wie auch in Beziehungen. Die Kunst, dass das über eine längere Zeit funktionieren kann und alle sich wertgeschätzt fühlen, ist Beziehungsarbeit. Es geht immer um Resonanz sprich Ausstrahlung und Empathie und die hohe Kunst darin besteht gemäss Prof. Dr. Bauer in der Beziehungsarbeit. Beziehungsarbeit von Kindern und Eltern, Kindern und Lehrern, Mitarbeitern und Mitarbeitern, Vorgesetzte und Mitarbeitern, Konsumenten und Produzenten, Ehepartner und Ehepartner. Leider scheint uns in der heutigen Zeit oft die Zeit für das grundlegendste zu fehlen: «Zeit für Beziehungsarbeit». Wir überspringen gemäss Maslow Pyramide die Sozialen Bedürfnisse und steigen direkt zur Selbstverwirklichung und wundern uns warum wir in ein Zeitalter von chronisch kranken Menschen wandern und unsere Umweltprobleme nicht lösen können. Zeit sich den menschlichen Kompetenzen zu widmen.


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